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HELIOS Kliniken nutzen TURPSim™ und HystSim™ als Pflichtprogramm in der Chirurgie-Ausbildung

August 22, 2013
Fokus Weiterbildung: Virtuelles Operieren für junge Mediziner

Foto: Junge Assistenzärztin am OP-Simulator mit Priv-Doz. Dr. med. Gralf Popken, Chefarzt der Klinik für Urologie und Leiter des Prostatazentrums im HELIOS Klinikum Berlin-Buch
(© HELIOS, Thomas Oberländer)

Jedes Jahr werden in der Klinik für Urologie des HELIOS Klinikum Berlin-Buch junge Assistenzärzte zu Fachärzten ausgebildet. Ein wichtiger Bestandteil der fünfjährigen Ausbildung ist das Erlernen der verschiedenen Operationstechniken. Zu den häufigen Operationen gehört das Entfernen der gutartig vergrößerten Prostata, die wie die meisten chirurgischen Eingriffe in der Urologie heute minimal-invasiv, endoskopisch durchgeführt wird. Diesen Eingriff trainieren die Assistenzärzte nun an einem speziellen Operations-Simulator. 

„Endoskopische Techniken erfordern eine sehr lange Lernkurve.  Die Prostata-Operation am Simulator wird deshalb zwischen 50 bis 70 Mal in verschiedenen Schwierigkeitsgraden von den jungen Kollegen geübt. Die Sicherheit des Operateurs gegenüber den Patienten erhöht sich dadurch außerordentlich“, sagt Priv.-Doz. Dr. med. Gralf Popken, Chefarzt der Klinik für Urologie und Leiter des Prostatazentrums im HELIOS Klinikum Berlin-Buch, Fachgruppenleiter der Urologie bei HELIOS, sowie Initiator des Projekts. 

„Durch das virtuelle Operieren konnte ich die Handhabung des Resektoskops, einem endoskopischen elektronischen Schneidinstrument, unter realen Bedingungen oft trainieren und war damit optimal auf die Operationen am Patienten vorbereitet“, sagt Hannah Knaus, Assistenzärztin der Urologie.

Mediziner und Pflegekräfte bei HELIOS werden 2012 konzernweit an medizinischen Simulatoren aus- und weitergebildet. Dafür wurden acht Simulatoren für ganz unterschiedliche Anwendungen in den Bereichen Anästhesie, Chirurgie, HNO, Gynäkologie und Urologie erworben. 

HELIOS ist mit diesem Programm der erste Klinikkonzern in Deutschland, der sein Weiterbildungsangebot für Mediziner und Pflegekräfte mit einem strukturierten Simulatortraining an allen Kliniken ergänzt. „Die Ausbildung unseres dringend gebrauchten medizinischen Nachwuchses ist an allen Kliniken, auf allen Medizinkongressen das zentrale Thema. Deshalb freue ich mich, dass wir in der Lage sind, dieses in der Krankenhauslandschaft einmalige Projekt an unseren 50 Akutkliniken umzusetzen. Es zeigt, dass die Aus-, Fort- und Weiterbildung, das Kümmern um den medizinischen Nachwuchs bei HELIOS eine zentrale Rolle zukommt“, sagt Waltraud Georg, Leiterin der ärztlichen Aus-, Fort- und Weiterbildung an der HELIOS Akademie, die das Programm verantwortet. 

Simulatoren bieten weitere Vorteile in der Ausbildung: Nachwuchs-Mediziner, aber auch erfahrene Chefärzte und Oberärzte, werden gezielt auf Ausnahmesituationen, etwa seltene Komplikationen bei einer Operation, vorbereitet. 

Leistungsorientierte Mittel (LOM) bei HELIOS
Ermöglicht wurde die Ausbildung an Simulatoren durch die 2011 bei HELIOS im Rahmen seiner Qualifizierungsinitiative eingeführten Leistungsorientieren Mittel (LOM). Der Klinikkonzern ist der erste private Klinikträger in Deutschland, der diese Mittel für die Umsetzung der besten Konzepte zur Weiterbildung seiner Mitarbeiter vergibt. „Mit der Initiative wollen wir alle Mitarbeiter ansprechen und die Vernetzung der unterschiedlichen Fachrichtungen und Kliniken fördern. Zudem sollen sämtliche Phasen der beruflichen Entwicklung bei der Vergabe der Mittel berücksichtigt werden“, so Karin Gräppi, HELIOS Konzerngeschäftsführerin Personal. Der Wettbewerb im Konzern um die besten Konzepte ist lebhaft: Insgesamt 69 Anträge für leistungsorientierte Mittel mit Antragssummen zwischen 1.000 Euro und 1.170.000 Euro wurden in der ersten Antragsrunde bei der LOM-Jury eingereicht. 37 Projekte erhielten bislang den Zuschlag. Neben Simulatorentrainings gibt es auch Projekte zur Erarbeitung fester Curricula in den einzelnen Fachgebieten, zur Integration ausländischer Ärzte oder Workshops für OP-Pflegekräfte.

Quelle: Pressemitteilung HELIOS Klinikum Berlin-Buch     Aktuelle Meldung der HELIOS Kliniken